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	<title>Personen &#8211; ns in ka</title>
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	<description>Dieses aktualisierte Projekt „Nie wieder – Stadtrundgang auf den Spuren des Dritten Reiches in Karlsruhe“ soll die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und an seine zahlreichen Opfer wachhalten.</description>
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	<title>Personen &#8211; ns in ka</title>
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	<item>
		<title>Wagner, Robert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Wolfrum]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 13:25:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb.: 13.10.1895, gest.: 14.08.1946) Robert Wagner &#169; Stadtarchiv Karlsruhe Robert Heinrich Backfisch nahm 1921 den Mädchennamen seiner Mutter an und hörte seitdem auf den Namen „Robert Wagner“. Der junge Robert Wagner brach sein Lehramtsstudium in Heidelberg ab, um sich als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg zu melden. Im Jahr 1917 zeichnete man Wagner, der zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb.: 13.10.1895, gest.: 14.08.1946)</em></p>
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                                            Stadtarchiv Karlsruhe                                        </div>
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<p>Robert Heinrich Backfisch nahm 1921 den Mädchennamen seiner Mutter an und hörte seitdem auf den Namen „Robert Wagner“.</p>
<p>Der junge Robert Wagner brach sein Lehramtsstudium in Heidelberg ab, um sich als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg zu melden. Im Jahr 1917 zeichnete man Wagner, der zum Leutnant der Reserve aufgestiegen war, unter anderem mit dem Verwundetenabzeichen in schwarz sowie dem Eisernen Kreuz I. Klasse aus. Mit Ende des Krieges wurde Wagner aus dem Militär entlassen und schloss sich kurz darauf dem II. Badischen Freiwilligenbataillon an.</p>
<p>Nach militärischen Tätigkeiten in Karlsruhe und Konstanz wurde Wagner 1923 an die damals sehr bedeutende Infanterieschule nach München kommandiert, wo er bald Freundschaft mit Hitler und Ludendorff schloss und sich im selben Jahr am Hitler-Ludendorff Putsch beteiligte. Nach dem gescheiterten Putsch wurde Wagner zu einem Jahr und drei Monaten Festungshaft verurteilt, die er allerdings nicht absitzen musste. Seine persönliche Freundschaft zu Adolf Hitler und die Beteiligung am Hitler-Ludendorff Putsch brachten Wagner 1934 die Verleihung des „Blutordens“, dem höchsten Ehrenabzeichen der NSDAP ein. Im März 1935 gründete Robert Wagner in Absprache mit Adolf Hitler die NSDAP in Baden und zog bereits 1927 in den Landtag ein, womit ihn seine parlamentarische Immunität mehrfach vor rechtlichen Konsequenzen bewahrte. Im Jahr 1932 berief man Wagner als Stellvertreter Robert Leys in die Reichsleitung der NSDAP, wo er außerdem als Leiter des Hauptpersonalamtes der NSDAP im Stab von Rudolf Heß tätig war.</p>
<p>Mit der nationalsozialistischen Machtergreifung kehrte Wagner nach Baden zurück und bildete am 11. März 1933 eine kommissarische Regierung, die er selbst als Staatspräsident anführte. Am 05. Mai wurde der überzeugte Antisemit schließlich zum Reichsstatthalter sowie Gauleiter in Baden ernannt und war damit maßgeblich beteiligt an den Kriegsverbrechen des nationalsozialistischen Regimes in Baden, so trug er unter anderem die Verantwortung für die Ermordung Ludwig Marums im darauffolgenden Jahr.Anfang April ordnete Wagner den reichsweit ersten staatlich gebilligten „Judenboykott“ an und erließ am 05. April 1933 das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in einer solchen Härte an, dass zwei Tage darauf mit Inkrafttreten des reichsweiten Gesetzes einige Beamte wiedereingestellt werden mussten. Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich 1940 ernannte man Wagner außerdem zum Chef der Zivilverwaltung des besetzten Elsass, wo er etliche Maßnahmen ergriff, um das Elsass „deutsch“ zu machen. So zwang er Menschen mit französischklingendem Nachnamen ihre Namen anzupassen, änderte Ortsnamen, erklärte etliche französische zu deutschen Staatsbürgern und verbot das Sprechen der französischen Sprache in der Öffentlichkeit. Die nun plötzlich deutschen Staatsbürger des Elsass konnten so legal zwangsrekrutiert werden, um für das Deutsche Reich in den Krieg zu ziehen.</p>
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                                    Robert Wagner
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                &copy;
                                            Stadtarchiv Karlsruhe                                        </div>
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<p>Neben dem elsässischen Konzentrationslager Struthof ließ Robert Wagner außerdem das Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck errichten, über das er selbst die Oberaufsicht behielt. Wagner war mitverantwortlich für die Deportation zehntausender Menschen jüdischen Glaubens nicht nur aus Baden, sondern auch aus dem Elsass. Unter anderem trug der die Mitverantwortung für die sogenannte „Wagner-Bürckel-Aktion“, eine vergleichsweise frühe Massendeportation, die über 20.000 Menschen das Leben kostete. Wagner versuchte dem Vormarsch der Alliierten 1944 Widerstand zu leisten, rief die Bevölkerung zur Sabotage sowie Zerstörung der eigenen Infrastruktur auf und drohte sich ergebenden Deutschen mit dem Tod. Nach der französischen Besetzung Karlsruhes wurden Wagners Tochter und dessen Frau, die kurz darauf Suizid beging, festgenommen. Am 14. Juni 1945 entließ die amerikanische Militärregierung Robert Wagner aller Ämter und lieferte den sich stellenden Wagner kurz darauf an Frankreich aus. Das Straßburger Militärgericht verurteilte den Kriegsverbrecher zum Tode, am 14. August 1946 wurde Robert Wagner erschossen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Askenasy, Dr. Paul</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/askenasy-dr-paul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 10:54:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 27.08.1868, gest. 25.12.1938) Paul Askenasy studierte Chemie in Heidelberg und Breslau, promovierte 1893 in Heidelberg und habilitierte 1908 an der Technischen Hochschule Karlsruhe, wo er als Privatdozent lehrte. Zwei Jahre später wurde Askenasy zum außerordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe ernannt und 1920 schließlich zum ordentlichen Professor sowie Direktor des Chemisch-Technischen Instituts. Gemäß [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 27.08.1868, gest. 25.12.1938)</em></p>
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                                    Dr. Paul Askenasy
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                &copy;
                                            Karlsruher Institut für Technologie                                        </div>
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    </figure>
</div>
<p>Paul Askenasy studierte Chemie in Heidelberg und Breslau, promovierte 1893 in Heidelberg und habilitierte 1908 an der Technischen Hochschule Karlsruhe, wo er als Privatdozent lehrte. Zwei Jahre später wurde Askenasy zum außerordentlichen Professor an der <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/technische-hochschule/">Technischen Hochschule Karlsruhe</a> ernannt und 1920 schließlich zum ordentlichen Professor sowie Direktor des Chemisch-Technischen Instituts.</p>
<p>Gemäß einem Erlass des Reichstatthalters und Gauleiters in Baden <a href="https://ns-in-ka.de/personen/robert-wagner/">Robert Wagner</a> wurde Paul Askenasy am 05.04.1933 aus dem Dienst entlassen. Mit Inkrafttreten des reichsweiten „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ stellte man Askenasy, der unter eine Ausnahmeregelung für „Altbeamte“ (§3 Abs.2) fiel, wieder ein. Als im Juli 1933 das „Gesetz über die Zurruhesetzung der Beamten“ in Kraft trat, wurde Paul Askenasy endgültig in den Ruhestand versetzt. Mitte der 30er Jahre emigrierte der jüdische Professor nach Südamerika, wo er 1938 verstarb.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bätz, Anna</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/baetz-anna/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 15:18:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 16.04.1900, gest. unbekannt) Die in Forchheim geborene Anna Bätz schloss die Volksschule ab und ging einer geregelten Arbeit nach. Dennoch meldete sie die Kreisfürsorgerin des Bezirks als „ortsbekannt einfältig und nicht ganz normal“, woraufhin sich die körperlich gesunde, schwangere Anna Bätz einem sogenannten „Intelligenzprüfbogen“ unterziehen musste. Der zuständige Arzt hatte dein Eindruck, ihr Wissen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 16.04.1900, gest. unbekannt)</em></p>
<p>Die in Forchheim geborene Anna Bätz schloss die Volksschule ab und ging einer geregelten Arbeit nach. Dennoch meldete sie die Kreisfürsorgerin des Bezirks als „ortsbekannt einfältig und nicht ganz normal“, woraufhin sich die körperlich gesunde, schwangere Anna Bätz einem sogenannten „Intelligenzprüfbogen“ unterziehen musste. Der zuständige Arzt hatte dein Eindruck, ihr Wissen sei „oberflächlich“ auswendig gelernt, stellte „geistige Minderwertigkeit“ Anna Bätz‘ fest und diagnostizierte „angeborenen Schwachsinn“. Nach Abschluss des ärztlichen Gutachtens stellten sowohl der zuständige Arzt als auch Bätz selbst den Antrag auf Sterilisation, wobei sie während einer mündlichen Verhandlung vor Gericht äußerte mit der Unfruchtbarmachung nicht einverstanden zu sein. Anna Bätz‘ Sterilisation wurde schließlich nach persönlicher Anhörung auf Grundlage der ärztlichen Einschätzung einer „<a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/erbgesundheitsgericht-karlsruhe-bismarckstrasse-2/">Erbkrankheit</a>“ gerichtlich beschlossen. Auf Wunsch der schwangeren Patientin fand die Sterilisation allerdings nach der Geburt des Kindes statt. Im Februar 1936 wurde Bätz im Städtischen Krankenhaus Karlsruhe sterilisiert.</p>
<p>Im April 1950 stellte Anna Bätz einen Antrag auf Wiedergutmachung des ihr durch die Sterilisation zugefügten Schadens. Laut §1 Abs. 1 des Bundesentschädigungsgesetzes galt sie nicht als „aus rassischen oder politischen Gründen“ Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes und war daher von jeglicher Wiedergutmachung ausgeschlossen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bernays, Ulrich</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/bernays-ulrich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 13:01:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 15.08.1881, gest. 23.12.1948) &#160; Ulrich Bernays wurde am 15. August 1881 als Sohn des bekannten Literaturhistorikers Michael Bernays und seiner Frau Louise Bernays in München geboren. Er studierte Klassische Philologie, Germanistik und Geschichte in Heidelberg und München, wo er 1905 promovierte. Im Jahr 1913 kam er als Lehrer an die Goetheschule Karlsruhe. Bernays war [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 15.08.1881, gest. 23.12.1948)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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                                    Ulrich Bernays
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                                            Deutsche Digitale Bibliothek                                        </div>
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    </figure>
</div>
<p>Ulrich Bernays wurde am 15. August 1881 als Sohn des bekannten Literaturhistorikers Michael Bernays und seiner Frau Louise Bernays in München geboren. Er studierte Klassische Philologie, Germanistik und Geschichte in Heidelberg und München, wo er 1905 promovierte. Im Jahr 1913 kam er als Lehrer an die <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/station-goethe-gymnasium-renckstrasse-2/">Goetheschule Karlsruhe</a>.</p>
<p>Bernays war wie seine Eltern evangelisch. Seine Großeltern väterlicherseits waren jedoch jüdischen Glaubens. Kurz bevor das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ im April 1933 im ganzen Reich in Kraft trat, verkündete <a href="https://ns-in-ka.de/personen/robert-wagner/">Robert Wagner</a>, der nach der nationalsozialistischen Machtübernahme kommissarisch die politischen Geschäfte in Baden übernommen hatte, einen Erlass, der ausschließlich für Baden galt und vorsah alle jüdischen Beamten unmittelbar zu beurlauben. Infolge dessen kam es zur Entlassung Bernays, dessen Abstammung ihm zum Verhängnis wurde.</p>
<p>Für diese Zeit liegt ein Brief von Schüler der Goetheschule vor, indem sie sich für eine Wiedereinstellung ihres Lehrers aussprechen. Dieser hatte jedoch wenig Einfluss auf die Wiedereinstellung Bernays am 11. Mai 1933. Vielmehr war dafür eine Ausnahmeregelung (§3 Abs. 2) des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ verantwortlich. Bernays wurde durch das neue Gesetz als „Altbeamter“ eingestuft. Unter diese Ausnahmeregelung fielen alle Beamten, die ihren Dienst vor dem August 1914 angetreten hatten. Erst mit Inkrafttreten des „Reichsbürgergesetzes“ von 1935 wurde Bernays endgültig aus dem Dienst entlassen.</p>
<p>Während der Novemberpogrome von 1938 wurde Bernays am 11.November in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Dort blieb er für drei Tage interniert. Des Weiteren geht aus seiner Wiedergutmachungsakte hervor, dass er später nochmals 10 Tage in einem Gefängnis in Singen festgehalten wurde. Bernays kehrte nach Ende des Krieges 1945 an die Goetheschule zurück. Er klagte auf Haftentschädigung, die ihm allerdings verwehrt wurde, da diese erst ab einer Haftzeit von einem Monat ausgezahlt wurde. Bernays Frau erwirkte 1953 jedoch eine Rückzahlung von 150 Mark für zwei paar Skier mit Stöcken, die ihnen 1941 entwendet worden waren.</p>
<p>Ulrich Bernays engagierte sich bis zu seinem Tod im Dezember 1948 an der Karlsruher Volkshochschule, wo ein großer Veranstaltungssaal nach ihm benannt ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bratzel, Friedrich</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/bratzel-friedrich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 17:34:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 06.11.1909, gest. 25.05.1942) Friedrich Bratzel wurde am 06.11.1909 in Daxlanden geboren. Er gehörte der KPD an und war Funktionär des Kommunistischen Jugend Verbandes Deutschland (KJVD). Friedrich Bratzel und seine Mutter Karola Katharina Bratzel (geb. Speck) wurden wegen ihrer politischen Überzeugung im nationalsozialistischen Regime verfolgt. Laut seiner Ehefrau Johanna Bratzel sei Friedrich auf Grund seiner [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 06.11.1909, gest. 25.05.1942)</em></p>
<p>Friedrich Bratzel wurde am 06.11.1909 in Daxlanden geboren. Er gehörte der <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/kpd-wohnhaus-friedrich-k-dietz-kriemhildenstrasse-6/">KPD</a> an und war Funktionär des Kommunistischen Jugend Verbandes Deutschland (KJVD). Friedrich Bratzel und seine Mutter Karola Katharina Bratzel (geb. Speck) wurden wegen ihrer politischen Überzeugung im nationalsozialistischen Regime verfolgt. Laut seiner Ehefrau <a href="https://ns-in-ka.de/wp-admin/post.php?post=2196&amp;action=edit">Johanna Bratzel</a> sei Friedrich auf Grund seiner politischen Überzeugung bereits zu Beginn der Nationalsozialistischen Herrschaft über die Dauer eines Jahres in das Konzentrationslager Kislau deportiert worden. Nach erneuter aktiver politischer Betätigung sei Friedrich Bratzel 1938 ein zweites Mal nach Kislau gebracht worden, woraufhin sie nie wieder etwas von ihm gehört habe. Seine Todesursache sei ihrer Aussage nach ein Hirnschlag gewesen, worüber sie sich später äußerte: „Ich misstraute der Nachricht vom Gehirnschlag gründlich.“</p>
<p>Friedrich Bratzel und seine politisch ebenso aktive Mutter Karola Katharina Bratzel litten auf Grund der Verfolgung der Nationalsozialisten unter starken Nervenleiden. Nach einem Aufenthalt im Karlsruher Krankenhaus, während dem Friedrich Bratzel sich „gewalttätig“ verhalten habe, wurde er in das psychiatrische Landeskrankenhaus Wiesloch eingeliefert. Dort wurde ihm Schizophrenie diagnostiziert und laut Krankenakte verstarb Bratzel, entgegen der Aussage seiner Frau Johanna, an einer chronischen Nierenentzündung.</p>
<p>Karola Bratzel und Friedrichs Sohn Rolf beantragten nach Kriegsende Wiedergutmachung, Rolf argumentierte, sein Vater sei im Konzentrationslager Dachau ums Leben gekommen. Beide Anträge wurden jedoch abgelehnt. Johanna Bratzel erhielt im Januar 1948 eine Wiedergutmachungsentschädigung für ihren Mann.</p>
<p>Ob Friedrich Bratzel tatsächlich unter psychischen Problemen litt und schizophren war oder ob sein Nervenleiden eine Erfindung im Dienste des nationalsozialistischen Regimes war, kann aus heutiger Sicht nicht eindeutig geklärt werden. Bratzels Nervenleiden wird lediglich durch seine Krankenakte bestätigt. Ferner ist Friedrich Bratzels Todesursache weiterhin unklar. Offiziell erlag Bratzel einer chronischen Nierenentzündung, wobei Rolf Bratzel vom Tod seines Vaters im Konzentrationslager Dachau berichtet und Johanna Bratzel über den Tod ihres Mannes durch einen Hirnschlag im Konzentrationslager Kislau informiert worden ist, sie selbst aber an dieser Todesursache zweifelt.</p>
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			</item>
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		<title>Bratzel, Johanna</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/bratzel-johanna/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 16:31:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 1917, gest. unbekannt) Johanna Bratzel war die Ehefrau Friedrich Bratzels, der 1938 verhaftet wurde und vier Jahre später im Konzentrationslager verstarb, weil er Widerstand gegen das nationalsozialistsche Regime geleistet hatte. Als Grund für dessen Todesursache teilte man seiner Ehefrau mit, er habe einen Hirnschlag erlitten, was diese jedoch stets bezweifelte. Johanna Bratzel befand sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 1917, gest. unbekannt)</em></p>
<p>Johanna Bratzel war die Ehefrau <a href="https://ns-in-ka.de/personen/bratzel-friedrich/">Friedrich Bratzel</a>s, der 1938 verhaftet wurde und vier Jahre später im Konzentrationslager verstarb, weil er Widerstand gegen das nationalsozialistsche Regime geleistet hatte. Als Grund für dessen Todesursache teilte man seiner Ehefrau mit, er habe einen Hirnschlag erlitten, was diese jedoch stets bezweifelte. Johanna Bratzel befand sich als Ehefrau des <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/kpd-wohnhaus-friedrich-k-dietz-kriemhildenstrasse-6/">KPD</a>-Mitglieds Friedrich Bratzel während der nationalsozialistischen Herrschaft unter dauerhafter Beobachtung der <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/gestapo-hauptstelle/">Gestapo</a> und wurde durch ständige Verhöre terrorisiert. Im Januar 1948 erhielt sie eine Wiedergutmachungsentschädigung für ihren verstorbenen Ehemann.</p>
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		<title>Bredig, Prof. Georg</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/bredig-prof-georg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 15:50:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 01.10.1868, gest. 24.04.1944) Georg Bredig, der Chemie in Freiburg und Berlin studiert hatte, promovierte 1894 in Leipzig. Nach einer außerordentlichen Professur für Physikalische Chemie in Heidelberg und einer kurzen Tätigkeit in Zürich, wurde Bredig im Jahre 1911 auf den physikalisch-chemischen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Karlsruhe berufen. Der jüdische Professor Bredig, der 1922 zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 01.10.1868, gest. 24.04.1944)</em></p>
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                                            Wikipedia                                        </div>
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<p>Georg Bredig, der Chemie in Freiburg und Berlin studiert hatte, promovierte 1894 in Leipzig. Nach einer außerordentlichen Professur für Physikalische Chemie in Heidelberg und einer kurzen Tätigkeit in Zürich, wurde Bredig im Jahre 1911 auf den physikalisch-chemischen Lehrstuhl an der <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/technische-hochschule/">Technischen Hochschule Karlsruhe</a> berufen. Der jüdische Professor Bredig, der 1922 zum Rektor gewählt wurde, kämpfte schon bald mit dem zunehmenden Antisemitismus.</p>
<p>Er selbst arbeitete als Helfer des Roten Kreuzes und galt als Pazifist sowie Anhänger der europäischen Vereinigung. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten brachte vermehrte antisemitische Äußerungen und Handlungen gegenüber Bredig mit sich. So veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen Artikel mit dem Titel „Bredig ist Jude“, während ein Plakat der Studentenschaft propagierte „ein Jude, der in deutscher Sprache schreibt, lügt“. Im Oktober 1933 wurde Bredig schließlich emeritiert, nachdem einer seiner engsten Mitarbeiter seinen Rücktritt gefordert hatte. Dieser schrieb, er sei „durchdrungen von dem Bewusstsein der Notwendigkeit, endlich mit der Verflachung, Internationalisierung und Verjüdelung an unseren deutschen Hochschulen restlos Schluss zu machen“. Im Jahre 1935 wurde Georg Bredig schließlich endgültig die Lehrbefugnis entzogen. Im Juni 1939 konnte er über die Niederlande in die Vereinigten Staaten von Amerika fliehen. Dort verstarb Bredig noch vor Kriegsende im Jahr 1944.</p>
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		<title>Breuer, Prof. Samson</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/breuer-prof-samson/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 16:46:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 22.04.1891, gest. 09.05.1974) Der jüdische Mathematiker Samson Breuer zog im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger in den Krieg und bekam 1921 nach seiner Habilitation zunächst eine Privatdozentur und später eine außerordentliche Professur an der Technischen Hochschule Karlsruhe übertragen. Zudem lehrte er an der Universität Frankfurt. Der Sohn eines orthodoxen Rabbiners wurde mit Inkrafttreten des &#8222;Gesetzes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 22.04.1891, gest. 09.05.1974)</em></p>
<p>Der jüdische Mathematiker Samson Breuer zog im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger in den Krieg und bekam 1921 nach seiner Habilitation zunächst eine Privatdozentur und später eine außerordentliche Professur an der <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/technische-hochschule/">Technischen Hochschule Karlsruhe</a> übertragen. Zudem lehrte er an der Universität Frankfurt. Der Sohn eines orthodoxen Rabbiners wurde mit Inkrafttreten des &#8222;Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&#8220; im April 1933 durch das nationalsozialistische Regime entlassen und emigrierte nach Palästina, wo er von 1954 bis 1966 als Hauptaktuar des Nationalen Versicherungsinstituts in Jerusalem tätig war.</p>
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		<title>Brosmer, Karl</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/brosmer-karl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 15:56:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. unbekannt, gest. unbekannt) Der ehemalige Direktor des Karlsruher Fichte-Gymnasiums Karl Brosmer wurde 1934 zurückgestuft und als Lehrer an das Großherzogliche Gymnsasium (später Bismarck-Gymnasium) versetzt, weil er eine Jüdin geheiratet hatte. Drei Jahre später wurde er dort endgültig aus dem Dienst entlassen. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. unbekannt, gest. unbekannt)</em></p>
<p>Der ehemalige Direktor des Karlsruher Fichte-Gymnasiums Karl Brosmer wurde 1934 zurückgestuft und als Lehrer an das Großherzogliche Gymnsasium (später <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/bismarck-gymnasium-karlsruhe-bismarckstrasse-8/">Bismarck-Gymnasium</a>) versetzt, weil er eine Jüdin geheiratet hatte. Drei Jahre später wurde er dort endgültig aus dem Dienst entlassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Caemmerer, Dr. Gerhard</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/personen/caemmerer-dr-gerhard/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2017 10:37:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(geb. 12.08.1905, gest. 08.071.1961) Dr. Gerhard Caemmerer wuchs in Karlsruhe auf. Er studierte Rechtswissenschaften an mehreren Universitäten (u.a. an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg) und promovierte 1931, woraufhin er im Badischen Justizministerium zum Gerichtsassessor ernannt wurde. Drei Jahre später erfolgte die Ernennung zum Amtsrichter, kurz darauf dann zum Hilfsrichter im Oberlandesgericht Karlsruhe. Im Jahre 1937 trat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(geb. 12.08.1905, gest. 08.071.1961)</em></p>
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                                    Gerhard Caemmerer auf einer Aufnahme aus den Badischen Neusten Nachrichten vom 17. Mai 1951.
                                        <div class="image-creator">
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                                            Stadtarchiv Karlsruhe                                        </div>
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<p>Dr. Gerhard Caemmerer wuchs in Karlsruhe auf. Er studierte Rechtswissenschaften an mehreren Universitäten (u.a. an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg) und promovierte 1931, woraufhin er im Badischen Justizministerium zum Gerichtsassessor ernannt wurde. Drei Jahre später erfolgte die Ernennung zum Amtsrichter, kurz darauf dann zum Hilfsrichter im <a href="https://ns-in-ka.de/#!/orte/oberlandesgericht-karlsruhe-hoffstrasse-10/">Oberlandesgericht</a> Karlsruhe.</p>
<p>Im Jahre 1937 trat Gerhard Caemmerer der NSDAP bei. Fünf Jahre später erfolgte die Beförderung zum Oberlandesgerichtsrat. Laut späteren Aussagen habe Caemmerer sich im Zweiten Weltkrieg für jüdische Mitbürger eingesetzt und seinem Freund Karl Eisemann sowie zwei weiteren Unterschlupf und Schutz vor dem Transport in das Konzentrationslager Theresienstadt gewährt. Außerdem habe Caemmerer im „Dritten Reich“ einen Widerstandskreis um sich versammelt. Nach Kriegsende wurde Dr. Gerhard Caemmerer aufgrund seiner Parteimitgliedschaft im Zuge der Entnazifizierung verhaftet und seines Amtes enthoben. Im späteren Gerichtsverfahren sagten einige Personen zugunsten Caemmerers aus, woraufhin er seine Position als Amtsrichter zurückerlangte und man ihn aus der Haft entließ. Im Jahr 1947 gründete er schließlich seine eigene Kanzlei, welche sehr erfolgreich war und schnell expandierte. Dr. Gerhard Caemmerer starb am 08.01.1961 in Karlsruhe.</p>
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