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	<title>Themen &#8211; ns in ka</title>
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	<description>Dieses aktualisierte Projekt „Nie wieder – Stadtrundgang auf den Spuren des Dritten Reiches in Karlsruhe“ soll die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und an seine zahlreichen Opfer wachhalten.</description>
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	<title>Themen &#8211; ns in ka</title>
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	<item>
		<title>Alltagsleben im Nationalsozialismus</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/alltagsleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Tiede]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2017 14:33:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die nationalsozialistische Machtübernahme veränderte das Alltagsleben der Menschen im Deutschen Reich nachhaltig. So war es zum Beispiel ein Verstoß gegen die sittliche Ordnung den neu eingeführten Hitlergruß nicht auszuführen, obwohl jener nie gesetzlich geregelt wurde. Und es war nicht nur der alltägliche Umgang miteinander, der vom Nationalsozialismus beeinflusst wurde. Sämtliche Arbeitsplätze wurden, nach der Massenarbeitslosigkeit in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die nationalsozialistische Machtübernahme veränderte das Alltagsleben der Menschen im Deutschen Reich nachhaltig. So war es zum Beispiel ein Verstoß gegen die sittliche Ordnung den neu eingeführten Hitlergruß nicht auszuführen, obwohl jener nie gesetzlich geregelt wurde. Und es war nicht nur der alltägliche Umgang miteinander, der vom Nationalsozialismus beeinflusst wurde. Sämtliche Arbeitsplätze wurden, nach der Massenarbeitslosigkeit in den 30er Jahren, von Hitler und dessen Politik abhängig.</p>
<p>So wurde beispielsweise mit dem &#8222;Ehestandsdarlehen&#8220; in die intimste Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger politisch eingegriffen. Dieses zinslose Darlehen, in Form von Gutscheinen für Haushaltsgüter, bekamen verheiratete Frauen, wenn sie ihren Beruf aufgaben. Die Rückzahlung verminderte sich durch die Anzahl der Kinder. D.h. nach jedem in der Ehe geborenen Kind verringerte sich die Summe um ein Viertel. Somit war das Darlehen nach der Geburt des vierten Kindes beglichen.</p>
<p>In der Schule wurde es selbstverständlich rassistische, antisemitische und antiziganistische Inhalte zu lernen und auf ein Leben als williger Vaterlandssoldat oder Hausfrau und Mutter vorbereitet zu werden. Die Freizeitorganisation trug ebenfalls zu einer höheren Akzeptanz des NS-Regimes bei. Durch Organisationen wie der &#8222;Hitlerjugend&#8220;, den &#8222;Bund deutscher Mädel&#8220;, der &#8222;NS-Frauenschaft&#8220; oder der &#8222;Kraft durch Freude&#8220; war das Freizeitangebot sehr groß. Auch für die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft war die Ideologie des Nationalsozialismus zu spüren. So war z. B. das eigens von der Regierung hergestellte Spielzeug eine Widerspiegelung des Alltags in Miniformat.</p>
<p>In Karlsruhe wurde die Hitlerjugend bereits 1929 gegründet und im Jahre 1933 fand am 6. und 7. Mai ein Treffen der Hitlerjugend im Hochschulstadion mit  30.000 Menschen statt. Es folgten zahlreiche Massenveranstaltungen wie die Bücherverbrennung im Juni desselben Jahres und Großveranstaltungen 1934, mit Ansprachen von Hitler und Göring. Im Oktober 1934 wird das „Bannheim“ der HJ in der Kaiserstraße 57 eröffnet. Auch der Karlsruher &#8222;Hausfrauenbund&#8220; wird schließlich in die &#8222;NS-Frauenschaft&#8220; eingegliedert, nachdem diese im September 1928 erstmals in Karlsruhe eingeführt wurde.</p>
<p>Für viele Menschen wurde durch die Freizeitorganisation &#8222;Kraft durch Freude&#8220; erstmals eine Urlaubsreise möglich. Auch dies diente der Verbreitung der NS-Ideologie und Kontrolle der Menschen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kommunalpolitik</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/kommunalpolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 20:12:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Karlsruhe war die Landeshauptstadt Badens im Deutschen Reich bis es durch die Machtübernahme Hitlers 1933 zur Hauptstadt des Gaus Baden wurde. Die Kommunalpolitik wurde von nun an von der NSDAP bestimmt. Sie setzte den bisherigen Oberbürgermeister Dr. Julius Finter im Mai 1933 ab und setzte Friedrich Jäger als neuen Oberbürgermeister ein. Dieser war seit Mai [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Karlsruhe war die Landeshauptstadt Badens im Deutschen Reich bis es durch die Machtübernahme Hitlers 1933 zur Hauptstadt des Gaus Baden wurde.</p>
<p class="bodytext">Die Kommunalpolitik wurde von nun an von der NSDAP bestimmt. Sie setzte den bisherigen Oberbürgermeister Dr. Julius Finter im Mai 1933 ab und setzte Friedrich Jäger als neuen Oberbürgermeister ein. Dieser war seit Mai 1930 NSDAP-Mitglied und dort Fachmann für Verwaltungsfragen. Am 1. August 1938 musste er aus Altersgründen in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger wurde Oskar Hüssy, der dieses Amt bis zum Kriegsende inne hatte.</p>
<p class="bodytext">Bereits am 30. März beschließt der Stadtrat, dass städtischen Beamten, Angestellten und Arbeitern die Zugehörigkeit zur SPD und KPD und die Betätigung im Sinne dieser Parteien verboten sind.  Ab 4. April 1933 dürfen keine jüdischen Bürger mehr im öffentlichen Dienst beschäftigt werden. Der Oberbürgermeister verfügt, dass alle Ämter und Dienststellen innerhalb einer Woche die Namen der jüdischen Mitarbeiter zu nennen haben.</p>
<p class="bodytext">Somit verlieren viele Juden ihren Arbeitsplatz und damit auch ihr Einkommen.</p>
<p class="bodytext">Die meisten städtischen Beschäftigten beugten sich mehr oder weniger freiwillig dem Druck in die NSDAP einzutreten.</p>
<p class="bodytext">Stadtrat und Bürgerausschuss wurden zahlenmäßig stark reduziert und durch die Parteienverbote wurden die Plätze überwiegend durch die NSDAP besetzt. Lediglich das Zentrum konnte noch bis 1934 bedingt als „Hospitanten“ der NSDAP mitwirken, bis auch sie entweder in die NSDAP übertraten oder zurücktraten, wie Reinhold Frank. Ab 1935 war die bisherige Gemeindeordnung außer Kraft und der Oberbürgermeister war der Führer der Verwaltung und wurde vom Innenminister eingesetzt. Im Weiteren richtet sich die Kommunalpolitik an den Erlassen der NSDAP-Organe aus und unterstützt die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, wie auch oppositioneller Kräfte.</p>
<p class="bodytext">Gleich zu Beginn der Machtübernahme wurden Plätze und Straßen umbenannt und Adolf Hitler zum Ehrenbürger ernannt. Ebenso wurden Posten für die verdienten Parteigenossen der frühen Parteizeit geschaffen.</p>
<p class="bodytext">Die Kommunalverwaltung beschäftigte sich mit dem Wohnungsbau und der Verbesserung der Infrastruktur. Zunehmend bereitete die Stadtverwaltung die Bevölkerung auf den bevorstehenden Krieg vor (Luftschutzübungen, Verdunkelung, Lebensmittelkarten).</p>
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		<item>
		<title>Kultur im Nationalsozialismus</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/kultur-im-nationalsozialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2017 16:11:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Anspruch des Nationalsozialismus den ganzen Menschen in seine Ideologie einzubinden, betraf neben dem Alltags- und Arbeitsleben auch seine kulturelle Identität. Gerade im kulturellen Bereich wollte das nationalsozialistische Regime unbedingt allen fremden Einfluss ausmerzen, gerade weil hier viele Juden und frei denkende Menschen agierten misstrauten die Nationalsozialisten den bestehenden Institutionen und deren Repräsentanten. Bereits 1933 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span>Der Anspruch des Nationalsozialismus den ganzen Menschen in seine Ideologie einzubinden, betraf neben dem Alltags- und Arbeitsleben auch seine kulturelle Identität. Gerade im kulturellen Bereich wollte das nationalsozialistische Regime unbedingt allen fremden Einfluss ausmerzen, gerade weil hier viele Juden und frei denkende Menschen agierten misstrauten die Nationalsozialisten den bestehenden Institutionen und deren Repräsentanten.</span></p>
<p><span>Bereits 1933 wurde viel Energie darauf verwandt die Kulturbetriebe in ihre Hand zu bekommen. In Karlsruhe wurde die Leiterin der Badischen Landeskunstschule Dr. Lilli Fischer, die die Landeskunstschule zu einem Zentrum für sozialkritische und politisch engagierte Künstler machte, schon am 11. März 1933 durch Adolf Bühler, Schüler von Hans Thoma, abgelöst. Bühler, Schützling des Gauleiters <a href="https://ns-in-ka.de/personen/robert-wagner/">Robert Wagner</a>, war Initiator der Ausstellung „Regierungskunst 1918-1933“ in der Kunsthalle. In der Folge wurden viele jüdische bzw. „entartete“ Professoren, Künstler und Kunststudenten entlassen.</span></p>
<p><span>Die Säuberungswelle erfasste auch das Badische Landestheater. Dort wurden ebenfalls zahlreiche Menschen entlassen und durch treue Gefolgsgenossen ersetzt, so verloren bedeutende Personen wie beispielsweise der Generalmusikdirektor Josef Krips sowie Staatsschauspieler Hermann Brand ihre Anstellung.</span></p>
<p><span>Die Kinos wurden per Gesetz zur Ausstrahlung von Filmen, die der Naziideologie entsprachen, verpflichtet. </span></p>
<p><span>Die Zeitungslandschaft in Karlsruhe und Umgebung wurde bereits im Jahr 1933 gleichgeschaltet bzw. aufgelöst. Die Zeitungen von KPD und SPD wurden sofort verboten, die des bürgerlichen Zentrums (z.B. das Badische Tageblatt) folgten bald danach. Dafür wurde das 1929 gegründete Parteiorgan „Der Führer“ das allumfassende Printmedium.</span></p>
<p><span>Der Rundfunk wurde ebenfalls sofort in die Propagandamaschinerie des Dritten Reiches integriert. Mit diesem fast alle Menschen erreichenden Sprachrohr hatten die Nazis sozusagen den Mund am Ohr des Bürgers. Um dies noch effizienter zu machen ließen sie einen für alle erschwinglichen, einfachen Volksempfänger bauen.</span></p>
<p><span>Sowohl die Literatur als auch die Malerei standen unter der Aufsicht der NSDAP. </span></p>
<p>Allerdings wurden nicht alle Künstlerinnen und Künstler vom nationalsozialistischen Regime verfolgt, etliche erlebten ihre größten Erfolge in der aktiven Unterstützung des Regimes oder nur als Mitläufer, die das System dennoch entscheidend stabilisierten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schule und Nationalsozialismus</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/schule-und-nationalsozialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Tiede]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2017 09:16:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten war das Schulsystem der Weimarer Republik politisch neutral ausgerichtet und die Behörden achteten sehr darauf, dass dies auch eingehalten wurde. Die badische Regierung und das Kultusministerium versuchten zumindest in Teilen sich der aufkommenden braunen Gesinnung entgegenzustemmen. So wurde erlassen, dass in den Schulen weder Abzeichen noch Uniformen getragen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten war das Schulsystem der Weimarer Republik politisch neutral ausgerichtet und die Behörden achteten sehr darauf, dass dies auch eingehalten wurde. Die badische Regierung und das Kultusministerium versuchten zumindest in Teilen sich der aufkommenden braunen Gesinnung entgegenzustemmen. So wurde erlassen, dass in den Schulen weder Abzeichen noch Uniformen getragen und auch keine Flugblätter verteilt werden durften.</p>
<p>Der badische Innenminister <a href="https://ns-in-ka.de/personen/remmele-dr-adam/">Adam Remmele</a> schrieb in einem Erlass am 19. Juni 1930 an die Direktoren: „Nicht vermeiden wird es sich lassen, dass auch mit Schulstrafen gegen die Schüler vorgegangen wird, die sich dem bestehenden Verbot parteipolitischer Betätigung nicht fügen<sup>.&#8220;<sup id="cite_note-GErla-0" class="reference"><a href="#cite_note-GErla">[1]</a></sup></sup><a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span></span></a></p>
<p>In Karlsruhe wurden auch allzu eifrige Hitleranhänger gemaßregelt oder sogar aus dem Dienst entlassen. Offensichtlich aber waren viele Lehrer weniger der Weimarer Demokratie aufgeschlossen, als rassistischem und nationalem Gedankentum verhaftet. So vollzog sich nach der Machtergreifung 1933 der Übergang zur nationalsozialistisch ausgerichteten Pädagogik sehr rasch und weitgehend ohne größeren Widerstand.</p>
<p>Am 25. April 1933 wurde das „Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen“ verabschiedet. Damit begann die staatlich organisierte Diskriminierung der jüdischen Schüler. Ihr Anteil an einer Schule durfte den Gesamtanteil aller Juden an der Bevölkerung im Deutschen Reich von 1,5% nicht übersteigen. Von da an mussten Eltern, die ihre Kinder an einer Schule anmeldeten, einen Nachweis für ihre rein „arische“ Abstammung bringen. Eine Aufnahme von nichtjüdischen Schülern war nur dann möglich, wenn der Vater einen Nachweis erbringen konnte für das Deutsche Reich oder einen seiner Verbündeten im Ersten Weltkrieg an der Front gekämpft zu haben.</p>
<p>Per Gesetz wurde die Kulturhoheit zentralisiert und damit gab das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die Richtlinien aus. Ab 1937 mussten alle Beamten, also auch die Lehrer, den „Führereid“, einen Treueeid auf Hitler, leisten.</p>
<p>Bereits im März 1933 wurden die wichtigen Funktionen im Badischen Kultusministerium und den badischen Schulämtern mit NSDAP-Funktionären besetzt und die vor 1933 wegen ihrer politischen Betätigung für die NSDAP entlassenen Lehrer wiedereingestellt. Zum Badischen Kultusminister mit Sitz in Karlsruhe wurde <a href="https://ns-in-ka.de/personen/otto-wacker/">Otto Wacker</a> ernannt, der sich schon als regional Verantwortlicher für das NSDAP-Organ „Der Führer“ hervorgetan hatte. Sein besonderer Fanatismus wird schon im Artikel über das Konzentrationslager Kislau vom 3.11.1935 deutlich<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><span></span></a>.<sup id="cite_note-DerF-0" class="reference"><a href="#cite_note-DerF">[2]</a></sup></p>
<p>Wacker entließ in Baden 78 Schulräte, die ihm als politisch nicht zuverlässig erschienen. Bis 1935 hatte er alle jüdischen Lehrer aus dem Schuldienst entfernt.</p>
<p>Schon bis Ende 1934 waren in Karlsruhe die Rektorenstellen mit Gefolgsleuten besetzt worden. Es gab u. a. folgende Umbesetzungen:</p>
<p>Wilhelm, Humboldtschule, ersetzt durch Dr. Jacki</p>
<p>Reich, Karlsruher Gymnasium (heute Bismarck), ersetzt durch <a href="https://ns-in-ka.de/personen/zimmermann-hugo/">Zimmermann</a></p>
<p>Franz, Lessingschule, ersetzt durch Ehret</p>
<p>Broßmer, Fichteschule, ersetzt durch Schaibel</p>
<p><a href="https://ns-in-ka.de/personen/von-sallwuerk-edmund/">Sallwürk</a>, Helmholtzschule, ersetzt durch <a href="https://ns-in-ka.de/personen/eichler-august/">Eichler</a></p>
<p>Dr. Ott, Goetheschule, ersetzt durch Dr. Oeß</p>
<p>Die ehemaligen Direktoren wurden entweder in den Ruhestand versetzt oder entlassen, teils wurden sogar Disziplinarverfahren eingeleitet (z.B. bei Wilhelm). <sup id="cite_note-SpDi1-0" class="reference"><a href="#cite_note-SpDi1">[3]</a></sup> <a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span></span></a>Bei etlichen aus dem Staatsdienst entlassenen Beamten diente das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums als Grundlage.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span></span></a><span></span></p>
<p>1933 bereits wurden die Lehrer Dr. Franz Karl Rossbach vom Goethe-Gymnasium und Wilhelm Gauch vom Kant-Gymnasium verhaftet. 1943 wurde Alfred Kanzler, ebenfalls Kant-Gymnasium, von einem Schüler denunziert und in Schutzhaft genommen, an deren Folgen er 1945 verstarb.</p>
<p>Von den ca. 500 Lehrkräften an Karlsruher Schulen konnten im Rahmen der Entnazifizierung nur 34 Lehrer als „unbelastet“ eingestuft werden, alle anderen bekamen den Vermerk „belastet“. Das zeigt, dass sich ein hoher Anteil dieser Lehrer mit dem NS-Regime gut arrangiert hatte bzw. dessen Lehren sogar ausdrücklich vermittelte.<sup id="cite_note-SpDi2-0" class="reference"><a href="#cite_note-SpDi2">[4]</a></sup><a href="#_ftn4" name="_ftnref4"><span></span></a></p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span></span></a><span></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vereinsleben</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/vereinsleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 18:21:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im März 1933, gleich nach der Machtübernahme, lösten die Nationalsozialisten etliche Turn-, Sport- und Kulturvereine auf und beschlagnahmten deren Vermögen. Sie begründeten dies mit der Reichstagsbrandverordnung und unterstellten etlichen Vereinen marxistische Denkweisen. Betroffene Vereine in Karlsruhe waren u.a.: Arbeiterturn- und Sportclub Touristenverein „Die Naturfreunde“ Arbeiterathletenbund Arbeiterkeglerbund Arbeiterschachklub Arbeitersängerbund Internationale Arbeiterhilfe Rote Hilfe Arbeiterwohlfahrt Arbeiter-Radiobund Arbeitersamariterbund [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span>Im März 1933, gleich nach der Machtübernahme, lösten die Nationalsozialisten etliche Turn-, Sport- und Kulturvereine auf und beschlagnahmten deren Vermögen. Sie begründeten dies mit der Reichstagsbrandverordnung und unterstellten etlichen Vereinen marxistische Denkweisen. </span></p>
<p><span>Betroffene Vereine in Karlsruhe waren u.a.:</span></p>
<p><span>Arbeiterturn- und Sportclub</span></p>
<p><span>Touristenverein „Die Naturfreunde“</span></p>
<p><span>Arbeiterathletenbund</span></p>
<p><span>Arbeiterkeglerbund</span></p>
<p><span>Arbeiterschachklub</span></p>
<p><span>Arbeitersängerbund</span></p>
<p><span>Internationale Arbeiterhilfe</span></p>
<p><span>Rote Hilfe</span></p>
<p><span>Arbeiterwohlfahrt</span></p>
<p><span>Arbeiter-Radiobund</span></p>
<p><span>Arbeitersamariterbund</span></p>
<p><span>Arbeiter Rad- und Kraftfahrerbund „Solidarität“</span></p>
<p><span>Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit</span></p>
<p><span>Internationale Bund für Opfer des Krieges und der Arbeit</span></p>
<p><span>Sozialistische Arbeiterjugend – Die Falken</span></p>
<p><span>Bund der Freunde der Sowjetunion</span></p>
<p><span>Die Jugendorganisationen der Vereine wurden in die Hitlerjugend übergeleitet. Der Bund Deutscher Frauenvereine löste sich nach dem Verbot der Parteien 1933 selbst auf. Der Stadtausschuss für Leibesübungen und Jugendpflege unter der Führung von Karl Tyll wurde ebenfalls 1933 aufgelöst. Zwei Jahre später wurde eine Ortsgruppe des deutschen Reichsbundes für Leibesübungen gegründet. Diese wollte nicht mehr in Verbindung mit dem Stadtausschuss gebracht werden, da sie allein dem Reichssportführer unterstellt war. Die Hauptaufgabe war „die Interessen des deutschen Sports gegenüber den örtlichen Behörden zu vertreten, den bewussten und planmäßigen Kräfteeinsatz der geschlossenen Turn- und Sportgemeinde eines Ortes für Volk und Staat herbeizuführen und an den Angaben der körperlichen Erziehung des Volkes und insbesondere der Jugend mitzuarbeiten.“ (vgl „Der Führer“ Ausgabe vom 1. Februar 1935 – Stadtarchiv)).</span></p>
<p><span>Zu den betroffenen Vereinen gehörten auch die Arbeitergesangsvereine in Karlsruhe und Mühlburg. Von den insgesamt 72 bestehenden Gesangs- und Kirchenchorvereinen wurden 19 aufgelöst. Einer davon war der Lasallia-Verein, einer der mitgliederstärksten Vereine. Die Mitgliederzahl sank jedoch auf 267, etwa die Hälfte der ursprünglichen Zahl, da sich die etliche Mitglieder geweigert hatten, einen nationalsozialistisch orientierten Fragebogen auszufüllen. Der Name des Nachfolgevereins war dann Kuhn’scher Männerchor, nach dem Namen des Dirigenten August Kuhn, der als Garant galt nur das deutsche Liedgut zu pflegen. 1946 wurde der Verein unter ursprünglichem Namen wieder gegründet. </span></p>
<p><span>Von den Verboten waren natürlich auch die jüdischen Vereine betroffen, wie z.B. der Jüdische Jugendbund in der Ettlinger Straße und die Deutsch-Israelitische Jugend in der Herrenstraße.</span></p>
<p><span> Die Nationalsozialisten ersetzten das ehemals rege und freie Vereinsleben durch ihre ideologisch ausgerichteten Organisationen und umfassten so das Leben der Menschen komplett.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verfolgung</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/verfolgung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2017 15:53:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#8222;Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.&#8220; Martin Niemöller In [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p class="bodytext" style="text-align: center;">&#8222;Als die Nazis die Kommunisten holten,<br />
habe ich geschwiegen;<br />
ich war ja kein Kommunist.<br />
Als <i>sie </i>die Sozialdemokraten einsperrten,<br />
habe ich geschwiegen;<br />
ich war ja kein Sozialdemokrat.<br />
Als <i>sie </i>die Gewerkschafter holten,<br />
habe ich nicht protestiert;<br />
ich war ja kein Gewerkschafter.<br />
Als <i>sie </i>mich holten,<br />
gab es keinen mehr,<br />
der protestieren konnte.&#8220;<br />
Martin Niemöller</p>
</blockquote>
<p class="bodytext">In Karlsruhe begann die gezielte Verfolgung der Regimegegner gleich mit der Machtübernahme 1933. Bereits in den Jahren zuvor gab es zwar ständig Auseinandersetzungen mit politisch anders Denkenden, insbesondere den Kommunisten und Sozialdemokraten durch SA-Gruppen, aber es blieb bei einzelnen, teils auch gewalttätigen Aktionen. Ab der Machtübernahme 1933 wurden systematisch die politischen Gegner entmachtet, erst die Parteien SPD und KPD, dann auch die bürgerlichen Parteien. Die Gewerkschaften wurden aufgelöst und die meisten Gewerkschafter gingen in die NSBO – Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation.</p>
<p class="bodytext">Auch der Medienbereich wurde schnellstens auf Kurs der Nationalsozialisten gebracht, kritische Journalisten wurden verfolgt, ebenso wie Kulturschaffende, die sich nicht der nationalsozialistischen Kultur verpflichteten.</p>
<p class="bodytext">Die Uneinigkeit der Nazigegner und die Unterschätzung dieser Bewegung machten es den Nazis relativ einfach ihre Gegner auszuschalten.</p>
<p class="bodytext">Das Blockwartsystem sorgte schnell dafür, dass unliebsame Bürger und Bürgerinnen den Behörden gemeldet wurden und sogleich mit Repressalien belegt wurden. Dies schüchterte viele Menschen ein und man zog sich ins „Private“ zurück, war man nicht sowieso Befürworter des neuen Systems.</p>
<p class="bodytext">Viele Deutsche profitierten z. B. auch von der Verfolgung der Juden, indem sie deren Wohnungen, meist mitsamt dem Möbel zugesprochen bekamen. Günstig konnten sie das von Juden zwangsweise zum Verkauf gebrachte Eigentum erwerben, da diese, meist ohne Einkommen, ihre Wertsachen billig verkaufen mussten. Durch die Zwangsenteignungen profitierten viele deutsche Firmen.</p>
<p class="bodytext">Verfolgt wurden alle Menschen, die nicht in das Bild des „wertvollen Lebens“ der Nazi-Ideologie passten, also Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, nichtarische Ausländer, dann auch Homosexuelle und Menschen mit körperlichen und geistigen Gebrechen.</p>
<p class="bodytext">Anfangs noch relativ verschont, wurden später auch Kirchenvertreter verfolgt, die sich kritisch zum System äußerten.</p>
<p class="bodytext">Wir haben auf diesen Seiten einige Beispiele dokumentiert, die allerdings nur ein Ausschnitt sein können. So müssten z. B. auch die Themen Verfolgung von Homosexuellen und das Thema der Euthanasie noch näher erforscht werden, wobei es hier auch bisher wenige Unterlagen gibt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Widerstand in Karlsruhe</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/widerstand-in-karlsruhe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2017 15:28:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Widerstand im Dritten Reich gegen den Nationalsozialismus war anfangs breit gefächert. Die Formen waren sehr unterschiedlich.  Es gehörten dazu Emigration, propagandistische Aktivitäten (Flugblätter), Streiks, Protestpredigten in der Kirche, Befehlsverweigerung in der Wehrmacht (z. B. des &#8222;Kommissarbefehls&#8220; an der Ostfront), Eides- und Kriegsdienstverweigerung und auch die Hilfeleistung für Verfolgte (z. B. Juden, Sinti und Roma). [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Widerstand im Dritten Reich gegen den Nationalsozialismus war anfangs breit gefächert. Die Formen waren sehr unterschiedlich.  Es gehörten dazu Emigration, propagandistische Aktivitäten (Flugblätter), Streiks, Protestpredigten in der Kirche, Befehlsverweigerung in der Wehrmacht (z. B. des &#8222;Kommissarbefehls&#8220; an der Ostfront), Eides- und Kriegsdienstverweigerung und auch die Hilfeleistung für Verfolgte (z. B. Juden, Sinti und Roma). Außerdem gab es noch einige feste Widerstandsgruppen und Parteien. Den stärksten offenen, aber dennoch erfolglosen Widerstand betrieb die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands). Die Kommunisten  riefen auf zu Generalstreiks, hissten Rote Fahnen auf den Dächern oder verteilten Flugblätter. Viele KPD-Mitglieder wurden in KZs verschleppt und starben dort erbärmlich. Später arbeitete die KPD, wie auch andere Widerstandsgruppen, nur noch im Untergrund und hoffte auf Unterstützung durch die SPD. Obwohl beide dasselbe Ziel verfolgten, im Hinblick auf den totalitären Herrschaftsstaat unter Hitler, grenzte die SPD sich weiterhin von den Kommunisten ab, wobei es örtlich auch Ausnahmen gab.</p>
<p class="bodytext">Neben dem Widerstand in den Parteien und Gewerkschaften gab es kleinere Widerstandsgruppen, wie z. B die „Weiße Rose“, die gegen Gleichschaltung, Diktatur und Obrigkeitsstaat ankämpften. Ihr Widerstandsinstrument waren vor allem Flugblätter. Es gab auch passiven Widerstand von Religionsgruppen wie z. B. den Zeugen Jehovas. Die Kirche insgesamt war eher systemstützend.</p>
<p class="bodytext">Der offene Widerstand erlahmte durch die brutale Haltung der NS-Organisationen sehr schnell. Im organisierten Untergrund sammelten sich jedoch besonders Vertreter der KPD und SPD zu kleinen Widerstandszirkeln. Auch einzelne Geistliche leisteten aktiven und passiven Widerstand.</p>
<p class="bodytext">„Wir sind wie Gefangene in einem großen Zuchthaus. Zu rebellieren wäre genauso Selbstmord, als wenn Gefangene sich gegen ihre schwerbewaffneten Aufseher erheben würden.“<sup id="cite_note-WilLe-0" class="reference"><a href="#cite_note-WilLe">[1]</a></sup>.</p>
<p class="bodytext">Die Unsicherheit und Angst begann schon zuhause mit der ständigen Existenzangst, denn die wirtschaftlichen Verhältnisse waren infolge der Arbeitslosigkeit zunächst miserabel. Man hatte Angst vor dem Krieg, davor, dass Familienangehörige und Freunde ums Leben kommen könnten. Angst vor Luftangriffen in Kellern und Bunkern. Angst vor der eigenen Umgebung, weil man kaum einem trauen konnte. Angst vor Verhaftung und Strafen in Gefängnissen, Arbeitslagern und Konzentrationslagern aus nichtigen Gründen. Dazu berichtet Gertrud M., die während des Dritten Reiches in Grötzingen wohnte und deren Familie zu den SPD-Anhängern zählte:</p>
<p class="bodytext">„Man hat so oft Angst gehabt, das glaubt man heut gar nicht. Jedes hat also um sein Leben Angst gehabt und hat dann gesagt: Ja, was ist? Wenn ich jetzt fortkomme, wenn die dich fortnehmen, da ist meine Frau da, meine Kinder, da ist kein Ernährer da &#8230; Also ich denk, dass man das heut nicht begreifen kann, warum jetzt alles resigniert und nichts unternommen hat. Wenn man da so mitgemacht hat<sup id="cite_note-WilLe-1" class="reference"><a href="#cite_note-WilLe">[1]</a></sup>.</p>
<p class="bodytext">Das Attentat vom 4. Juli 1944 hatte auch Auswirkungen auf Karlsruhe, da in diesem Zusammenhang der Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer Reinhold Frank verhaftet und vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt wurde. Das Urteil wurde sofort vollstreckt.</p>
<p class="bodytext">Durch das ausgeklügelte Bespitzelungssystem fielen den Machthabern viele Widerständler in die Hände. Schätzungen gehen davon aus, dass 600-700 Karlsruher Bürger und Bürgerinnen für ihre Überzeugung ins Gefängnis, Zuchthaus oder Konzentrationslager gehen mussten.</p>
<p class="bodytext">Leider muss man feststellen, dass der Widerstand insgesamt erfolglos blieb, wenn er auch für manche Einzelne das Leben verlängerte oder sogar rettete. Das System des Nationalsozialismus selbst war dadurch nicht gefährdet. Aber alleine die Tatsache, dass es trotz der immensen Todesgefahr Menschen gab, die mit ihren Mitteln sich dem System widersetzten, ist moralisch beachtenswert, denn: „Im Bereich der Moral kann auch eine erfolglose Handlung erfolgreich sein, wenn sie sinnvoll ist. Und der Widerstand gegen das Unrecht ist immer sinnvoll&#8220;<sup id="cite_note-DtWid-0" class="reference"><a href="#cite_note-DtWid">[2]</a></sup><a href="http://www.ns-in-ka.de/typo3/#_ftn1" name="_ftnref1"></a>.</p>
<p class="bodytext">Insgesamt standen auch in Karlsruhe die meisten Menschen dem System gleichgültig bis wohlwollend gegenüber<sup id="cite_note-AufWi-0" class="reference"><a href="#cite_note-AufWi">[3]</a></sup>.</p>
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		<title>Zwangsarbeit in Karlsruhe</title>
		<link>https://ns-in-ka.de/themen/zwangsarbeit-in-karlsruhe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heidi Wibel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 16:06:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Menschen, die während des Nationalsozialismus im Reichsgebiet zur Arbeit gezwungen wurden, hatten und haben ihr Leben lang mit den gesundheitlichen, psychischen und wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen. Über dieses Thema wurde während der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik lange Zeit geschwiegen oder aber die Folgen wurden bagatellisiert. Zum Thema Zwangsarbeit in Karlsruhe sind nur wenige Quellen überliefert. [&#8230;]]]></description>
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                                    Ehemalige Zwangsarbeiter im Rahmen einer Einladung 2007 durch Stadt Karslruhe
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<p class="bodytext">Menschen, die während des Nationalsozialismus im Reichsgebiet zur Arbeit gezwungen wurden, hatten und haben ihr Leben lang mit den gesundheitlichen, psychischen und wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen. Über dieses Thema wurde während der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik lange Zeit geschwiegen oder aber die Folgen wurden bagatellisiert.</p>
<p class="bodytext">Zum Thema Zwangsarbeit in Karlsruhe sind nur wenige Quellen überliefert. In der Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe findet sich unter dem Titel „Zwangsarbeit in Karlsruhe. Ein unbekanntes Kapitel Stadtgeschichte“ eine &#8211; gemessen an den wenigen auffindbaren Materialien &#8211; umfangreiche Veröffentlichung von 1997. Aus dieser Veröffentlichung stammen die meisten der hier verwendeten Informationen. <sup id="cite_note-ZWA-0" class="reference"><a href="#cite_note-ZWA">[1]</a></sup><a href="http://www.ns-in-ka.de/typo3/#_ftn1" name="_ftnref1"></a></p>
<p class="bodytext">Bis zum Ende der Kriegshandlungen gegen Frankreich im Juni 1940 war Karlsruhe zunächst von Rüstungsaufträgen ausgenommen, da die Grenze zu nahe war. Die Produktion war in andere Teile des Reiches verlagert und die Beschäftigung von zivilen Ausländerinnen und Ausländern war zunächst eingeschränkt. Dies änderte sich danach aber schnell.</p>
<p class="bodytext">Karlsruhe hatte in der NS-Kriegswirtschaft einige Bedeutung: Die &#8222;Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG&#8220; (später IWKA) war einer der größten Rüstungskonzerne des Reiches. Während des Krieges errichteten die Süddeutschen Argus-Motorenwerke Heinrich Koppenberg AG (1940) sowie die Mauser-Werke (1941/42) in Karlsruhe Standorte. In vielen anderen Betrieben wurde ebenfalls für die Wehrmacht produziert. Bereits seit den 1910er Jahren gab es die Munitionsfabrik Gustav Genschow &amp; Co, die ihren Standort in Wolfartsweier hatte. Alle Betriebe hatten nach 1940 größere Kontingente von Zwangarbeitern in ihren Reihen.</p>
<p class="bodytext">Kriegsende 1945</p>
<p class="bodytext">Die Befreiung Karlsruhes durch französische Truppen am 4. und 5. April 1945 markierte für viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter noch nicht das Ende ihres Leidensweges. Die meisten westeuropäischen Arbeitskräfte konnten recht schnell in ihre Herkunftsländer zurückkehren, doch viele tausend polnische und russische Arbeitskräfte mussten in Sammellagern in der Stadt und der Umgebung auf ihre Rückkehr warten.</p>
<p class="bodytext">Unmittelbar nach Kriegsende kam es zu Plünderungen durch ehemalige Zwangsarbeiter. Obwohl auch Deutsche in großer Zahl plünderten, entstand in der deutschen Öffentlichkeit und in der Stadtverwaltung bald das Bild von stehlenden und mordenden &#8222;Displaced Persons&#8220;.<sup id="cite_note-DISP-0" class="reference"><a href="#cite_note-DISP">[2]</a></sup><a href="http://www.ns-in-ka.de/typo3/#_ftn2" name="_ftnref2"></a></p>
<p class="bodytext">Dazu ein Auszug aus „Zwangsarbeit in Karlsruhe 1939 &#8211; 1945. Ein unbekanntes Kapitel Stadtgeschichte.“</p>
<p class="bodytext"><i>Dabei wurde die besondere deutsche Verantwortung für den Grund des Hierseins dieser Personen nur allzu leicht ausgeklammert, und es offenbarte sich ein eklatanter Mangel zu begreifen, dass das nationalsozialistische Repressions- und Terrorregime auch in Karlsruhe auf allen Ebenen wirksam gewesen war, auch in der Verwaltung und den als apolitisch begriffenen Wirtschaftsstellen. </i></p>
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